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SHIATSU IM SOMMER - DAS FEUERELEMENT

Der Sommer steht für das Feuerelement – Freude, mit seiner Umwelt in verstehende Resonanz gehen und offen zu sein für Neues. Beim Schreiben dieser Zeilen habe ich mich selbst auch gefragt, wie es um mein Feuerelement steht. Ich bin sicherlich ein Mensch, der sich gerne freut und das auch zeigt, aber habe ich die Fähigkeit zur Ruhe und Harmonie, vor allem was meinen Geist angeht? Diese Eigenschaft spiegelt nämlich genauso das Feuer in uns wider. Vielleicht bin ich nicht ganz alleine mit dieser Frage... ein guter Grund sich dieses spannende Element genauer anzusehen.

Insgesamt werden dem Feuerelement 4 energetische Organe zugeordnet – Herz, Herzkreislauf und Dünndarm, Dreifacherwärmer.

Das Herz ist ein Yin-Organ des Feuerelements und seine Energie regiert die Organe und den ganzen Menschen. Es hilft sich den „Schwingungen“ anderer Menschen und Situationen zu öffnen und mitzuschwingen, ohne dabei den eigenen Rhythmus zu verlieren. Das Sich-Öffnen erfordert manchmal einen gewissen Mut, jedoch fühlt es sich unglaublich gut an! Es erlaubt nicht nur einen besseren Kontakt zu anderen Menschen, sondern auch zu sich selbst und seinen eignen Herzensthemen.

Der Dünndarm, als Yang-Partner des Herzens, unterstützt dieses, innere und äußere Eindrücke zu verstehen und zu integrieren. Dabei wird Brauchbares und Benötigtes von Unbrauchbarem und Schädlichem getrennt. Wird das Herz stark belastet, äußert sich das oft in einer angespannten Dünndarmenergie. Dies kann sich unter anderem auch in körperlichen Beschwerden entlang des Meridianverlaufs – in diesem Fall Schulter-Arm-Probleme - zeigen. Auch Schlafstörungen werden dem Feuerelement zugeordnet.

"Um die Welt zu verstehen, sollten wir nicht greifen, sondern wir sollten eigentlich mehr die Arme ausbreiten und unsere Hände öffnen, um die Welt zu empfangen"
(Hans-Peter Dürr, Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen)

 

Was mag das Feuer?


Das Herz mag es wenn man gibt! Liebe, emotionale Wärme und Zuwendung zu geben und auch zu empfangen harmonisiert das Feuer. Mediation beruhigt das Feuer und den Geist. Sehr schön ist im Sommer eine Naturmeditation und lasse den Blick in die Ferne schweigen und alle Gedanken ziehen.

Ich persönlich finde das Sich-Öffnen und Sich-Zeigen einfacher gesagt als getan, und ich bemerke immer wieder, dass ich viele Techniken entwickle um meinen Raum des Herzens zu schützen. Am besten tut mir das „Herzen“ (Umarmen) von lieben Menschen und natürlich Lachen!

 

Ernährung für das Feuer

Im Sommer ist man verführt kalt zu essen. Kühlt man den Magen-Darm-Trakt jedoch zu sehr ab, kann es zu Verdauungsstörungen und Durchfall kommen! Deshalb tut auch im Sommer kochen dem Körper gut. Die TCM empfiehlt in der heißen Jahreszeit erfrischende Zutaten wie Salate, Gurken, Tomaten, Zucchini, Erdbeeren, Melonen, Fischgerichte und Milchprodukte. Dämpfen, dünsten und blanchieren sind die bevorzugten Kochmethoden. Wer wie ich gerne Gegrilltes ist, kann mit kühlenden Getränken und bitteren Blattsalaten der "heißesten" Kochmethode gegensteuern.

Auch Zitronenmelisse, Basilikum, Minze, Zitrone, Kresse und diverse Sprossen können einen Hitzestau auflösen. Bitterer Geschmack, z.B. Kaffee, regt das Herz, den Kreislauf und den Geist an, wobei auch hier zu viel überstimulierend wirkt und zur Erschöpfung führt. Und rot ist die Farbe des Feuers, ganz klar!

 

Himbeer Minze Limonade

Rot ist die Farbe des Feuers, daher hab ich eine leckere und erfrischende Limonade ausprobiert – sie schmeckt super, geht schnell und kühlt gut von innen.

Frische Minze
Tiefgekühlte Himbeeren (oder auch frische)
Pfefferminzsirup oder Honig
Wasser